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Die Kunst des Dialogs

Ein Instrument des «Shareholder Engagements» ist der institutionalisierte Dialog zwischen Aktionär*innen und Unternehmen. Worin besteht dessen Wert?

Beide Seiten profitieren: Aktionär*innen erhalten ein Forum, um ihre Erwartungen an «ihre» Unternehmen zu formulieren, auch relevante Themen der Nachhaltigkeit betreffend. Sie erfahren Zusätzliches über die Pläne der Unternehmen und deren Herausforderungen im Wettbewerb. Führungskräfte ihrerseits sammeln alle Aktionärserwartungen detailliert und systematisch. Sie erhalten Gelegenheit, sich zu erklären, und können allfällige Missverständnisse aus dem Weg räumen. Ich war früher selbst an solchen Prozessen beteiligt, zum Beispiel in der Pharmaindustrie. Immer wieder bekamen wir zu hören, wie überrascht beide Seiten waren. Aktionär*innen erfahren durch solche direkten Dialoge viel mehr, als Analystenberichte zeigen können. Führungskräfte schätzen, dass sie im Aktionariat in der Gruppe der langfristig orientierten Eigentümer*innen allenfalls Verbündete für kompliziertere Transformationen finden.

Weshalb muss die Rolle der Vermögenseigentümer*innen gestärkt werden?

Spätestens seit der Finanzkrise 2008 ist das Bewusstsein gewachsen, dass das Gewicht der Eigentümer*innen im Finanzsystem gegenüber den Dienstleistern gestärkt werden muss. Letztere verfolgen oft Eigeninteressen, welche nicht mit den langfristigen Zielen der Eigentümer*innen kongruent sind und im schlimmsten Fall die Stabilität des Finanzsystems gefährden können. «Asset Owners» sind anfällig für solche Störungen. Viele von ihnen – denken Sie an Staatsfonds, Pensionskassen oder Versicherungsgesellschaften – haben langfristige Anlagehorizonte und Verbindlichkeiten. Deshalb müssen Eigentümer*innen bestimmend auftreten. Globalance macht es Privatpersonen, Familien und Stiftungen einfach, sich diesem Kreis der aktiven Vermögenseigentümer*innen anzuschliessen.

 

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